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Inchiostri a bassa migrazione sulle etichette come migliorare le performance con l’azoto

Migrationsarme Druckfarben auf Etiketten: Wie sich die Performance mit Stickstoff verbessern lässt

In der Etikettierung für Lebensmittel, Pharma und Kosmetik ist die Wahl der Druckfarbe ein besonders entscheidender Faktor: Sie gilt als zentraler Indikator für die Sicherheit und Konformität der Verpackung. In diesem Kontext stellen migrationsarme Druckfarben eine der technologisch fortschrittlichsten Lösungen für Lebensmittelverpackungen und anderen besonders sensiblen Produkten dar.

Auch wenn Sie mit dieser Art von Farben bereits vertraut sind, wissen Sie möglicherweise nicht, dass sich ihre Performance – insbesondere im Digitaldruck – durch den Einsatz von Stickstoff deutlich verbessern lässt.

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Was sind migrationsarme Druckfarben und warum sind sie für Etiketten so wichtig?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei migrationsarmen Druckfarben um speziell entwickelte Formulierungen, die darauf ausgelegt sind, den Übergang chemischer Bestandteile von der bedruckten Fläche des Etiketts auf das verpackte Produkt auf ein Minimum zu reduzieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Druckfarben, die Photoinitiatoren oder potenziell mobile Additive enthalten können, sind migrationsarme Druckfarben so konzipiert, dass sie ausschließlich Substanzen mit geringem Migrationspotenzial enthalten.

Sie enthalten beispielsweise größere Photoinitiatoren, die aufgrund ihrer Molekülstruktur leichter in der Oberfläche des Bedruckstoffs gebunden werden können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Migration potenziell kritischer Stoffe innerhalb der von den europäischen Vorschriften festgelegten Sicherheitsgrenzwerte bleibt. Es ist wichtig zu wissen, dass lediglich Glas, Aluminium und Weißblech als vollständig sichere Barrieren gegen die Migration von Druckfarben gelten. Mit Low-Migration-Druckfarben kann jedoch auch bei Verpackungen aus anderen Materialien der Stoffübergang wirksam reduziert oder verhindert werden.

Dieser Aspekt ist insbesondere bei Lebensmitteletiketten von zentraler Bedeutung. Hier betrifft das Risiko nicht nur die chemische Sicherheit, sondern auch die wahrgenommene Qualität sowie die organoleptischen Eigenschaften des Produkts: Eine unerwünschte Migration kann Geruch und Geschmack beeinträchtigen und zudem zu Nichtkonformitäten führen. Aus diesem Grund werden Low-Migration-Druckfarben häufig für Etiketten von Wurst- und Fleischwaren, Molkereiprodukten, Getränken und generell für Verpackungen eingesetzt, bei denen das Produkt über einen längeren Zeitraum in einer geschlossenen Umgebung verbleibt. Auch bei fetthaltigen Produkten ist ihr Einsatz besonders relevant, da Fette Photoinitiatoren anziehen können.

Die Rolle von Stickstoff bei der Polymerisation der Druckfarbe

Im UV-Druck – insbesondere im digitalen UV-Druck – härtet die Druckfarbe durch einen Prozess aus, der als photochemische Polymerisation bezeichnet wird. Ultraviolettes Licht aktiviert die in der Druckfarbe enthaltenen Photoinitiatoren, die die Bildung eines festen Polymernetzwerks in Gang setzen. Der in der Luft vorhandene Sauerstoff kann diesen Prozess jedoch stören, ihn verlangsamen und eine vollständige Vernetzung verhindern.

Genau hier setzt der Einsatz von Stickstoff an. Wird Stickstoff in die Aushärtungszone eingebracht, sinkt die Sauerstoffkonzentration rund um die Druckfarbe während der UV- Belichtungdrastisch. In einer inerten Atmosphäre läuft die Polymerisationsreaktion schneller und vollständiger ab – es entsteht eine dichtere und chemisch stabilere Farbschicht.

Für migrationsarme Druckfarben ist dieser Schritt entscheidend: Eine unvollständige Polymerisation kann dazu führen, dass im Farbfilm ungebundene Moleküle verbleiben, die im Laufe der Zeit migrieren können. Stickstoff erhöht hingegen den Vernetzungsgrad und minimiert den Anteil potenziell mobiler Rückstände. Damit sinkt zugleich das Risiko, dass Bestandteile der Druckfarbe vom Etikett auf das verpackte Lebensmittel übergehen.

Was passiert, wenn die Stickstoffreinheit nicht ausreicht?

Damit die Polymerisation migrationsarmer Druckfarben zuverlässig funktioniert, muss die Atmosphäre nahezu vollständig sauerstofffrei sein. Sinkt die Stickstoffreinheit unter Werte von etwa 99 %, kann der verbleibende Sauerstoff die UV-Reaktion erneut beeinträchtigen. Das führt in der Praxis zu einer weniger effizienten Aushärtung – und damit zu einem erhöhten Migrationspotenzial.

Aus produktionstechnischer Sicht kann dies nicht nur ein Risiko in Bezug auf die Konformität darstellen, sondern auch zu Geruchsproblemen, einer weniger widerstandsfähigen Oberfläche sowie zu einer höheren Empfindlichkeit des Farbfilms gegenüber Lösungsmitteln und Fetten in verpackten Lebensmitteln führen.

Wie wird ein Stickstoffgenerator in den Etikettendruck integriert?

In digitalen Drucklinien für migrationsarme Etiketten wird Stickstoff über einen dedizierten Generator bereitgestellt: Er trennt Stickstoff aus der Druckluft ab und führt ihn gezielt in die Aushärtungszone. Spezielle Sensoren überwachen kontinuierlich die Atmosphärenzusammensetzung im Druckprozess und stellen sicher, dass der Sauerstoffgehalt während des gesamten Ablaufs ausreichend niedrig bleibt.

Im digitalen UV-Druck wird die Druckfarbe in sehr dünnen Schichten aufgetragen und sofort ausgehärtet. Das macht den Prozess äußerst effizient, aber zugleich empfindlicher gegenüber Sauerstoffinhibition als Verfahren wie Offsetdruck oder klassische Flexodruckprozesse, bei denen die Trocknung über längere Zeiten erfolgen kann. Erst das Zusammenspiel aus kontrollierter Atmosphäre, Druckfarbenchemie und Prozesspräzision ermöglicht digitale Etiketten, die tatsächlich für den Kontakt mit Lebensmitteln – auch fetthaltigen – geeignet sind, ohne Migrationsrisiken.

Bei BEL hat die Sicherheit unserer Etiketten höchste Priorität – insbesondere, da wir über umfassende Erfahrung in komplexen und stark regulierten Anwendungen wie dem Lebensmittelbereich verfügen. Wir optimieren unsere Prozesse kontinuierlich und haben kürzlich einen Stickstoffgenerator in unsere digitale Druckmaschine integriert, um die einwandfreie Verarbeitung unserer zertifizierten migrationsarmen Druckfarben sicherzustellen.

Dank dieser Anlage können wir sichere und qualitativ hochwertige Etiketten für Lebensmittelverpackungen gewährleisten, gleichzeitig Abfälle reduzieren und Ressourcen effizienter nutzen.

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