BEL – Bolzano – Produciamo etichette da 60 anni

Juli 8, 2026

Sie haben Ihr gekühltes oder tiefgekühltes Produkt gerade verpackt, das Etikett scheint perfekt angebracht zu sein. Also alles in Ordnung? Leider nicht. Nach einigen Stunden hebt sich das Etikett an den Rändern, rollt sich auf oder löst sich vollständig ab.

Das ist ein Szenario, das viele Lebensmittelhersteller gut kennen und das häufig auf einen Etikettenfehler oder eine unzureichende Lieferung zurückgeführt wird. In Wirklichkeit hat das Problem in den meisten Fällen eine andere Ursache: Es ist physikalischer Natur und entsteht durch die Bedingungen, unter denen die Etikettierung erfolgt.

Wenn ein Produkt aus dem Kühlraum oder aus dem Tiefkühlbereich kommt, ist seine Oberfläche deutlich kälter als die umgebende Luft. In diesem Moment treten zwei Phänomene auf, nämlich Kondenswasserbildung und Temperaturschock, die die Leistung des Klebstoffs erheblich beeinträchtigen können. Wer versteht, wie diese Phänomene wirken, kann das Problem vermeiden und geeignete Materialien für Ihre Etiketten auswählen.

Die Entscheidung, ein Etikett vor oder nach dem Einfrieren des Produkts anzubringen, ist der zentrale Ausgangspunkt für seine Entwicklung. Die Materialauswahl verändert sich dadurch erheblich: Für die Haftung auf einer vereisten Oberfläche können nicht dieselben Klebstoffe verwendet werden wie bei Raumtemperatur.

Was passiert, wenn Sie ein kaltes Produkt etikettieren?

Warme Luft kühlt beim Kontakt mit der kalten Verpackungsoberfläche bis zum Taupunkt ab. Das ist die Temperatur, bei der der in der Luft enthaltene Wasserdampf direkt auf der Oberfläche kondensiert. Das Ergebnis ist eine dünne Feuchtigkeitsschicht, die sogar mit bloßem Auge unsichtbar sein kann und sich zwischen Klebstoff und Verpackung legt. Dadurch wird eine stabile und dauerhafte Haftung verhindert.

Dieses Phänomen ist besonders ausgeprägt auf glatten, nicht porösen Oberflächen wie Metall, Glas und Kunststoff, die im industriellen Lebensmittelpackaging besonders verbreitet sind.

Das Problem im Tiefkühlbereich unterscheidet sich vom Problem im Kühlschrank. Nicht alle Kühlumgebungen weisen dieselben kritischen Bedingungen auf, und diese Unterschiede zu erkennen, ist entscheidend, um die richtige Lösung auszuwählen.

Im Kühlschrank ist die Hauptursache für eine vorzeitige Beeinträchtigung Kondenswasser infolge von Temperaturschwankungen. Es befeuchtet Papieretiketten, kann Druckfarben anlösen und ungeeignete Klebstoffe schwächen. Im Tiefkühlbereich müssen Etikett und Klebstoff neben Feuchtigkeit noch einer zweiten Belastung standhalten: mechanischem Stress. Temperaturschwankungen führen in den Materialien zu wiederholten Kontraktions– und Ausdehnungsbewegungen, die im Laufe der Zeit die Haftung des Etiketts auf der Verpackung schwächen. Einige Klebstoffe neigen bei sehr niedrigen Temperaturen außerdem dazu, zu verhärten: Sie verlieren ihre natürliche Elastizität, werden steif und spröde und erfüllen ihre Funktion nach und nach nicht mehr.

Hinzu kommt, dass die Verpackung nur selten unter stabilen Bedingungen bleibt: Jedes Mal, wenn sie Bereiche mit unterschiedlichen Temperaturen durchläuft, vom Verlassen des Kühlraums bis zum Etikettierband, vom Lager bis zur Kühltheke im Verkaufsraum, entstehen zusätzliche mechanische Belastungen, die das Etikett aufnehmen können muss.

Angesichts dieser Phänomene besteht die richtige Antwort nicht darin, allgemein nach dem „widerstandsfähigsten Etikett“ zu suchen. Entscheidend ist vielmehr, den Produktionsprozess sorgfältig zu analysieren, denn die beteiligten Variablen verändern alles.

Wichtig ist zu wissen, ob das Produkt vor oder nach der Kühlung etikettiert wird, ob die Oberfläche zum Zeitpunkt der Applikation trocken oder feucht ist und welche Art von Oberfläche etikettiert wird. Zu diesen wesentlichen Informationen kommen weitere Überlegungen zur vorgesehenen Haltbarkeitsdauer und zur Anzahl der Gefrier- und Auftauphasen hinzu, die das Produkt während seines Lebenszyklus im Handel durchläuft. Genau diese Details bestimmen maßgeblich, welche Kombination aus Material und Klebstoff für Ihre Etiketten wirklich geeignet ist.

Materialien, die wirklich standhalten

Beim Obermaterial ist die zuverlässigste Wahl ein synthetisches Material wie Polypropylen oder Polyethylen, da diese Materialien gegen Feuchtigkeit, Kondenswasser, extreme Kälte, Reißen und Abrieb beständig sind. Wer aus ästhetischen Gründen oder aus Gründen der Produktpositionierung Papier bevorzugt, muss nicht zwangsläufig darauf verzichten: Gestrichenes Papier hält Feuchtigkeit deutlich besser stand als einfaches ungestrichenes und ungeschütztes Papier. Seine Eignung muss jedoch immer in Abhängigkeit von den spezifischen Lagerbedingungen und der Haltbarkeit des Produkts bewertet werden. Geschütztes Thermopapier eignet sich für Produkte, die häufigen Temperaturwechseln ausgesetzt sind, beispielsweise gekühlte Produkte, die mehrmals entnommen und wieder eingelagert werden.

Bei den Klebstoffen bieten kautschukbasierte oder Hotmelt-Formulierungen gute Hafteigenschaften auf nahezu allen Oberflächen wie Karton, Kunststoff und Glas. Außerdem verfügen sie über eine hohe Anfangshaftung, enthalten keine Lösungsmittel und kristallisieren bei niedrigen Temperaturen.

Acrylatklebstoffe sind gegenüber Temperaturschwankungen stabiler als kautschukbasierte Klebstoffe und behalten ihre Eigenschaften über einen breiteren Temperaturbereich hinweg bei. Sie sind eine sehr gute Wahl für Anwendungen, die langfristige Beständigkeit und Stabilität in Umgebungen mit Temperaturschwankungen erfordern.

Klebstoffe, die für die Haftung auf kalten oder feuchten Oberflächen formuliert sind, können ihre Haftung auch bei extremen Temperaturen beibehalten, zum Beispiel bei -20 °C, -50 °C oder bis zu -100 °C bei kryogenen Anwendungen. Es gibt tatsächlich Lösungen, die auch auf Oberflächen mit sehr niedrigen Temperaturen haften. Wenn Sie das Etikett dagegen bei Raumtemperatur anbringen möchten, können weniger spezialisierte Klebstoffe verwendet werden. Entscheidend ist jedoch, dem Klebstoff ausreichend Zeit zu geben, um seine Haftung aufzubauen, bevor die Verpackung in den Tiefkühlbereich kommt.

Die Wahl der spezifischen Klebstoffformulierung hängt immer von den Applikationsbedingungen ab: Ein Klebstoff, der für trockene Oberflächen bei Raumtemperatur entwickelt wurde, bietet nicht dieselben Sicherheiten auf einer Verpackung, die gerade aus dem Tiefkühlbereich kommt.

Welche Materialien sollten Sie also wählen, wenn Ihre Etiketten für die Lagerung im Kühlschrank oder im Tiefkühlbereich geeignet sein müssen? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend ist die Beratung durch eine kompetente Etikettendruckerei, die Ihre Anwendung genau analysiert und Ihnen eine widerstandsfähige, lebensmittelsichere Lösung empfiehlt.

Warum die Prüfung unter realen Bedingungen unverzichtbar ist

Die physikalischen Phänomene und die verfügbaren Materialien zu kennen, ist notwendig, reicht aber nicht aus, um sicherzustellen, dass ein Etikett wirklich funktional ist. Jede Produktionslinie hat ihre eigenen Variablen. Dazu können Applikationstemperatur, Umgebungsfeuchtigkeit, Oberflächentyp oder der Rhythmus der Lagerzyklen gehören. Diese Faktoren kombinieren sich in jedem industriellen Umfeld auf eine eigene Weise.

Deshalb beschränken wir uns bei BEL nicht darauf, ein „Standardmaterial“ für Ihre Etiketten einzusetzen. Wir begleiten Hersteller mit gezielten Bemusterungen und spezifischen Tests unter realen Einsatzbedingungen, um die Lösung zu validieren, bevor sie in die Produktion geht. Denn ein Etikett, das sich ablöst, ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Es ist ein Produkt, das im Regal und im Kühlschrank an Wiedererkennbarkeit verliert und in kritischeren Fällen eine Verpackung, die nicht verkauft werden kann oder ohnehin nicht gekauft wird.

Die Materialien, die wir Ihnen vorschlagen, werden alle unter Einhaltung der geltenden Vorschriften ausgewählt und produziert. Nach der Produktion folgt eine gründliche Testphase der Prototypen. Erst wenn diese Phase erfolgreich abgeschlossen ist, ist Ihr Etikett bereit, sicher appliziert zu werden.

Dank unseres exklusiven Entwicklungs- und Produktionsprozesses Easy LaBEL System garantieren wir Ihnen funktionale Etiketten für all Ihre Anforderungen. Mit dem Easy LaBEL System haben Sie immer:

  • Beratung und technische Unterstützung
  • Auswahl und Prüfung der Materialien
  • Flexibilität und maximale Individualisierung
  • Optimierung Ihrer Beschaffungsprozesse
  • Kontroll- und Managementsystem bei Nichtkonformitäten