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BEL – Bolzano – Produciamo etichette da 60 anni

Etichette cosmesi

Etiketten für Kosmetik und Körperpflege: anspruchsvoller, als man denkt

Wenn Sie einen Bereich nennen müssten, der ein Etikett besonders stark beansprucht, würden Sie wahrscheinlich sofort an die extreme Kälte eines Tiefkühlprodukts oder an die Hitze einer Pasteurisierungslinie denken. Das heimische Badezimmer wirkt im Vergleich dazu wie eine ruhige Umgebung. Dabei verbergen Etiketten für Kosmetik und Körperpflege jedoch eine Komplexität, an die man oft nicht denkt: Sie müssen sehr spezifische Vorschriften erfüllen und zugleich Herausforderungen standhalten, die mit dem direkten Kontakt mit dem Produkt, der dauerhaften Lagerung in warmen und feuchten Umgebungen sowie den immer anspruchsvolleren ästhetischen Erwartungen der Verbraucher verbunden sind.

Zunächst die Vorschriften

Die Vorschriften zur Kennzeichnung kosmetischer Produkte in Europa richten sich nach der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, die in Artikel 19 festlegt, welche Angaben verpflichtend auf der Verpackung erscheinen müssen: die Verantwortliche Person, die Liste der Inhaltsstoffe im INCI-Format, die Chargennummer, die Mindesthaltbarkeit und, wenn diese mehr als 30 Monate beträgt, das PAO-Symbol, also das Symbol des geöffneten Tiegels mit der Anzahl der Monate, in denen das Produkt nach dem Öffnen verwendet werden kann.

Hinzu kommt die Verordnung (EU) Nr. 655/2013, die die Kriterien zur Begründung von Werbeaussagen über Produkte festlegt: Ein Claim wie „hypoallergen“ oder „dermatologisch getestet“ ist niemals eine freie Marketingentscheidung, sondern muss durch überprüfbare Nachweise gestützt sein. Schon ein einziges fehlendes oder nicht konformes Element reicht aus, damit das gesamte Etikett nicht mehr den Vorschriften entspricht.

All diese Elemente müssen daher vom herstellenden Unternehmen geprüft und freigegeben werden. Aufgabe der Etikettendruckerei ist es, ein Etikett zu entwickeln, das diese Informationen enthält und zugleich lesbar, beständig und sicher ist. Die Auswahl der Materialien und der einzusetzenden Drucklösungen erfordert eine fundierte Fachkompetenz.

Die komplexesten Herausforderungen

Im Unterschied zu anderen Produktkategorien steht das Etikett eines Kosmetikprodukts täglich in Kontakt mit dem, worauf es angebracht ist: Cremes, Ölen, Gelen, alkoholbasierten Produkten, Tensiden … Häufig handelt es sich dabei um besondere Formulierungen, zum Teil ölhaltig, die mit dem Obermaterial oder auch mit dem Klebstoff interagieren können. Tatsächlich besteht die Möglichkeit, dass bestimmte kosmetische Bestandteile beispielsweise auf manche Druckfarben eine lösende Wirkung haben. Und da es im normalen Gebrauch vorkommen kann, dass das Produkt selbst auf die Oberfläche der Verpackung tropft oder dort zurückbleibt, braucht es ein Obermaterial und einen Klebstoff, die darauf ausgelegt sind, wiederholtem chemischem Kontakt standzuhalten, nicht nur allgemeiner Feuchtigkeit.

Shampoo, Duschgel und Flüssigseifen befinden sich tatsächlich in einem Umfeld mit hoher und wiederkehrender Feuchtigkeit, zwischen Duschdampf und direktem Kontakt mit Wasser am Waschbecken. Die Herausforderung erinnert an ein Thema, über das wir bereits in einem aktuellen Beitrag gesprochen haben: Etiketten, die Kondenswasser und Kälte standhalten müssen. Hier sind die Bedingungen jedoch genau umgekehrt. Der Gegenspieler ist nicht trockene Kälte, sondern feuchte Wärme, der das Etikett Tag für Tag ausgesetzt ist.

Im Laufe der Zeit, wenn das Etikett bereits appliziert ist, können verschiedene Probleme auftreten, die oft besonders tückisch sind, weil sie sich schrittweise zeigen. Dazu gehört zum Beispiel die Kantenablösung, auch Edge Lifting genannt: Schon eine minimale Dimensionsveränderung des Materials, verursacht durch wiederholte Wärme- und Feuchtigkeitszyklen, kann dazu führen, dass sich die Ränder des Etiketts anheben. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem, denn abstehende Kanten begünstigen das Eindringen weiterer Feuchtigkeit. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der zur vollständigen Ablösung führen kann. Hinzu kommen kann die Klebstoffmigration über die Etikettenränder hinaus, die beim Entfernen klebrige Rückstände hinterlässt, ebenso wie die Vergilbung und Versprödung des Materials mit der Bildung feiner oberflächlicher Mikrorisse, insbesondere wenn sich feuchte Wärme mit Phasen trockener Hitze abwechselt. Oder auch das Verblassen des Druckbilds, bei dem Texte, Barcodes und Logos mit der Zeit an Schärfe verlieren und dadurch die Lesbarkeit der Pflichtangaben beeinträchtigt wird.

Doch damit nicht genug: Auf nicht speziell behandelten papierbasierten Materialien kann sich bei anhaltender Feuchtigkeit Oberflächenschimmel bilden. Deshalb gibt es spezielle „Anti-Schimmel“-Materialien für Produkte, die für dauerhaft feuchte Umgebungen bestimmt sind.

Ästhetik spielt eine zentrale Rolle

Auch gestalterisch folgen Etiketten im Beauty-Bereich oft sehr klaren Codes. Einer der stärksten Trends bleibt der Minimalismus: dezente Farbwelten, klare Linien und eine reduzierte Etikettengestaltung vermitteln Professionalität und wirken zugleich Instagram-tauglich. Häufig wird dieser Ansatz mit einem No-Label-Look kombiniert.

Daneben hat sich auch eine pharmazeutisch inspirierte Ästhetik etabliert. Sie gilt mittlerweile als echter Evergreen und greift bewusst Elemente klassischer Arzneimitteletiketten auf: symmetrische Rasterlayouts, traditionelle Serifenschriften und haptische Veredelungen wie Prägungen. Ziel ist es, Präzision, nahezu klinische Sorgfalt in der Produktformulierung und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu vermitteln.

Am anderen Ende des Spektrums stehen haptischere und expressivere Gestaltungslösungen: organische Texturen, Soft-Touch-Effekte, naturpapierähnliche Oberflächen sowie bewusst unregelmäßige oder asymmetrische Details, die eine handwerkliche Anmutung erzeugen. So kann das Etikett selbst zum Träger einer Geschichte werden. Ergänzt werden diese visuellen Trends zunehmend durch digitale Elemente, die direkt ins Design integriert sind, etwa QR-Codes oder NFC-Tags. Sie führen zu Tutorials, Informationen über Inhaltsstoffe oder zur Echtheitsprüfung des Produkts. All das muss gelingen, ohne die Gestaltung zu überladen, denn am Regal muss das Etikett weiterhin attraktiv bleiben.

Im Bereich Hygiene und Kosmetik liegt die Schwierigkeit bei der Entwicklung des richtigen Etiketts zusammengefasst nicht in einer einzelnen extremen Bedingung, der es standhalten muss. Sie liegt vielmehr im Zusammenspiel von Vorschriften, Produktchemie und Ästhetik: drei Anforderungen, die auf derselben Oberfläche zusammenkommen müssen, oft auf nur wenigen Quadratzentimetern. Alle rechtlichen und technischen Vorgaben zu kennen, ermöglicht es, die am besten geeigneten Materialien auszuwählen und alle unverzichtbaren Informationen korrekt zu integrieren. Und wer über breite, vielseitige Erfahrung in der Herstellung von Etiketten für Produkte des modernen Handels verfügt, kann auch in ästhetischer Hinsicht die richtigen Empfehlungen geben.

Bei BEL können wir Ihnen genau das garantieren. Dank unseres exklusiven Entwicklungs- und Produktionsprozesses Easy LaBEL System garantieren wir Ihnen konforme und funktionale Etiketten für all Ihre Anforderungen, auch für Verpackungen von Produkten aus Hygiene und Körperpflege.

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