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BEL – Bolzano – Produciamo etichette da 60 anni

Ratschläge, Informationen und Updates aus der Welt der Etiketten

Für Unternehmen, die Lebensmittel herstellen oder verpacken, die einem Pasteurisierungsprozess unterzogen werden, ist das Etikett eines der kritischsten Elemente entlang des gesamten Prozesses. Wenn es nicht für die realen Prozessbedingungen ausgelegt ist, die zwar die Lebensmittelsicherheit gewährleisten, aber gleichzeitig Verpackung und Materialien stark beanspruchen, kann das Etikett im Extremfall dazu führen, dass ein Produkt nicht mehr vermarktbar ist.

Die verschiedenen Arten der Pasteurisierung

Die Pasteurisierung ist kein einheitlicher Prozess, sondern kann je nach Produkt auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Es gibt drei Hauptarten der Pasteurisierung, die sich in Temperatur und Haltezeit unterscheiden. Die Niedrigpasteurisierung erfolgt bei Temperaturen von etwa 60–65 °C für 30 Minuten und wird in der Regel für Wein und Bier eingesetzt, da sie deren organoleptische Eigenschaften weitgehend unverändert lässt. Die Hochpasteurisierung bringt das Produkt für 2 bis 3 Minuten auf 75–85 °C, während die Kurzzeiterhitzung ebenfalls Temperaturen von 75–85 °C erreicht, jedoch nur für etwa 15–20 Sekunden.

Auch die Verfahren und Technologien der Pasteurisierung unterscheiden sich je nach Anwendung:

  • Heißwasserbad oder Sprühpasteurisierung: Das Produkt wird entweder in Wasserbädern eingetaucht oder mit heißem Wasser besprüht, wodurch eine gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Oberfläche gewährleistet wird. Diese Methode kommt vor allem bei vakuumverpackten Fertiggerichten sowie bei in Glas verpackten Produkten zum Einsatz.
  • Dampf- oder Heißluftpasteurisierung: Die Wärmeübertragung erfolgt indirekt über Dampf oder erhitzte Luft. Dieses Verfahren eignet sich besonders für hitzebeständige Kunststoffverpackungen oder in Fällen, in denen der direkte Kontakt mit Wasser vermieden werden muss.
  • Autoklavenpasteurisierung: Hierbei werden Dampf oder Wasser unter Druck eingesetzt, um Lebensmittel gleichmäßig und effektiv zu behandeln. Diese Methode wird häufig für Metall- oder Glasverpackungen verwendet.

Diese Informationen sind nicht nur technischer Natur: Für alle, die Etiketten benötigen, ist die Kenntnis der jeweiligen Pasteurisierungsbedingungen, denen die Verpackung ausgesetzt wird, der entscheidende Ausgangspunkt, um die richtigen Materialien auszuwählen und Fehler zu vermeiden.

Vor oder nach der Pasteurisierung? Die entscheidende Frage

Neben den bereits genannten Faktoren ist einer der kritischsten Aspekte bei der Entwicklung von Etiketten für pasteurisierte Produkte der Zeitpunkt der Etikettierung. In vielen industriellen Prozessen erfolgt die Pasteurisierung, nachdem das Produkt bereits etikettiert wurde. Das bedeutet, dass das Etikett thermische Belastungen, Dampf- und Feuchtigkeitseinwirkung sowie anschließende rasche Abkühlung aushalten muss – oft auf bereits feuchten Oberflächen oder unter Kondensationsbedingungen.

In anderen Fällen hingegen wird das Etikett erst nach der Pasteurisierung und Abkühlung aufgebracht. In diesem Szenario ändern sich die Anforderungen grundlegend: Nicht die Hitzebeständigkeit steht im Vordergrund, sondern die Fähigkeit des Etiketts, auf kalten, feuchten oder nassen Oberflächen zuverlässig zu haften, insbesondere wenn die Etikettierung unter Zeitdruck erfolgt.

Es ist entscheidend, diesen Punkt bereits zu Beginn des Projekts mit der Etikettendruckerei zu klären. Eine falsche Materialwahl oder unzureichend getestete Lösungen können dazu führen, dass sich Etiketten ablösen, verformen, aufrollen oder unleserlich werden – während oder nach dem Prozess.

Die entscheidenden Einflussfaktoren

Neben Temperatur und Zeitpunkt der Etikettierung gibt es weitere Faktoren, die die Leistungsfähigkeit eines Etiketts unter den Belastungen der Pasteurisierung beeinflussen:

  • Art der Verpackungsoberfläche: Glas, starre Kunststoffe oder flexible Folien reagieren unterschiedlich auf den Klebstoff.
  • Feuchtigkeit: Tritt sie nur während des thermischen Prozesses auf oder auch in den Abkühl- und Lagerphasen? Diese Information ist entscheidend.
  • Temperaturschwankungen: Der Wechsel zwischen Erwärmung und Abkühlung stellt eine erhebliche Belastung für die Materialien dar, insbesondere bei wiederholter Belastung.
  • Reinigungsmittel: Behälter werden häufig vor der Etikettierung gereinigt; Rückstände von chemischen Substanzen können die Haftung beeinträchtigen.

Welche Materialien eignen sich am besten für pasteurisationsbeständige Etiketten?

Nachdem der gesamte Lebenszyklus des Etiketts sorgfältig analysiert wurde, kann die Auswahl der geeigneten Materialien erfolgen.

Für das Obermaterial werden synthetische Folien wie Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) in der Regel Papier vorgezogen, da sie feuchtigkeitsbeständig sind und sich bei Temperaturschwankungen weniger verformen. PE bietet eine bessere Anpassungsfähigkeit an gewölbte Oberflächen, während PP eine höhere Farbbrillanz gewährleistet und sich auch für transparente Anwendungen im sogenannten „No-Label-Look“ eignet. Als Alternative zu synthetischen Folien können auch barrierebeschichtete Papiere eine geeignete Lösung darstellen, müssen jedoch mit der richtigen Oberflächenveredelung kombiniert werden. Die Wahl zwischen Lackierung und Laminierung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtbeständigkeit des Etiketts unter den Prozessbedingungen.

Auch bei der Wahl des Klebstoffs ist ein hohes Maß an Fachkompetenz erforderlich. So gibt es beispielsweise spezielle Hotmelt-Klebstoffe (also bei Raumtemperatur feste Klebstoffe, die durch Wärme aktiviert werden), die gezielt für Anwendungen wie die Pasteurisierung entwickelt wurden. Ein UV-Hotmelt-Klebstoff bietet sehr hohe Leistungsfähigkeit und kann auch bei der Etikettierung auf feuchten Oberflächen eine zuverlässige Haftung gewährleisten. Als allgemeine Orientierung gilt: Klebstoffe auf Kautschukbasis sind in solchen Anwendungen oft geeigneter als wasserbasierte Systeme. Wie bereits beim Obermaterial gilt jedoch auch hier: Eine fundierte Analyse ist entscheidend, um die richtigen Materialien auszuwählen.

Auch die Druckfarbe bildet hier keine Ausnahme. Ein technisch leistungsfähiges Etikett muss nicht nur über lebensmittelkonforme Farben verfügen, sondern auch nach dem Pasteurisierungsprozess lesbar bleiben. Druckfarben, die verblassen, oder Materialien, die unter Hitzeeinwirkung matt werden, können dazu führen, dass ein Produkt nicht mehr konform ist – selbst wenn die Haftung einwandfrei funktioniert. Neben der Druckfarbe spielt auch die Wahl des Druckverfahrens eine wichtige Rolle, um eine pasteurisationsbeständige Etikette zu gewährleisten.

Wer sich jedoch auf eine Etikettendruckerei mit fundiertem Know-how verlässt, hat einen klaren Vorteil: Für jede Anwendung lässt sich eine passende Lösung finden.

Es gibt keine universelle Lösung für Etiketten im Pasteurisierungsprozess. Die zu berücksichtigenden Variablen sind zahlreich und erfordern eine Bewertung von Fall zu Fall. Wichtig ist: Eine erfahrene Etikettendruckerei beschränkt sich nicht darauf, ein Standardmaterial zu empfehlen, sondern führt individuelle Bemusterungen und Tests unter realen Einsatzbedingungen durch, bevor die Produktion startet.

Bei BEL arbeiten wir mit unserem exklusiven Entwicklungs- und Produktionsprozess Easy LaBEL System®, um Ihnen jederzeit sichere und leistungsstarke Etiketten zu garantieren – auch für Anwendungen, die Pasteurisierungsprozessen standhalten müssen. Mit dem Easy LaBEL System® garantieren wir Ihnen:

  • Beratung und technische Unterstützung
  • Auswahl und Prüfung der Materialien
  • Flexibilität und maximale Individualisierung
  • Optimierung Ihrer Beschaffungsprozesse
  • Kontroll- und Managementsystem bei Nichtkonformitäten

Für uns bei BEL bedeutet Innovation nicht nur Technologie und Produktentwicklung, sondern auch ein nachhaltiger Ansatz in unserer täglichen Arbeit. Dieser ist das Ergebnis kontinuierlicher Entscheidungen, die wir im Laufe der Zeit getroffen haben und die sowohl unsere interne Organisation als auch die tägliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden prägen. Es geht nicht um einzelne Maßnahmen, sondern um einen ganzheitlichen Weg, der Menschen, Technologie und Verantwortung miteinander verbindet.

Wir sind überzeugt, dass es Innovationen gibt, die den Arbeitsalltag vereinfachen, die Umweltauswirkungen reduzieren und gleichzeitig die Grundlage für eine bessere Zukunft schaffen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die neuesten Maßnahmen vor, die wir in unserem Unternehmen umgesetzt haben – Entscheidungen, die wir für das Wohlbefinden unseres Teams, die Zufriedenheit unserer Kunden und die Zusammenarbeit mit zukünftigen Generationen treffen.

Neue Arbeitsräume: mehr Funktionalität und weniger Umweltbelastung

In den vergangenen Monaten haben wir bei BEL unsere Unternehmensküche umgestaltet und sie großzügiger und funktionaler gemacht. Der Raum wurde neu konzipiert, um den Austausch zu fördern und die Qualität der Pausen zu verbessern, die ein wichtiger Teil des Arbeitsalltags sind.

Im Rahmen dieser Maßnahme wurde außerdem eine Wasserfilteranlage installiert, mit der sich der Einsatz von Plastikflaschen im Team deutlich reduzieren lässt. Eine einfache Entscheidung, die jedoch konsequent zu unserer Unternehmenshaltung passt: Abfälle vermeiden und Ressourcen bewusster nutzen. Wir optimieren die Materialien für unsere Etiketten – und genauso optimieren wir auch die Ressourcen, die wir im Alltag einsetzen.

Ein CRM, das auf die tatsächlichen Anforderungen zugeschnitten ist

Ein weiterer wichtiger Schritt, den wir in unserem Unternehmen umgesetzt haben, betrifft die Steuerung unserer Vertriebs- und Serviceprozesse. Wir haben unser bisheriges CRM durch eine maßgeschneiderte Lösung ersetzt, die gezielt auf die spezifischen operativen Anforderungen von BEL abgestimmt ist.

Das neue System ermöglicht eine strukturiertere Bearbeitung von Anfragen, eine bessere Organisation von Informationen und schnellere Reaktionszeiten. Das führt zu einer präziseren Betreuung unserer Kunden und zu einer effizienteren Nutzung der Zeit unserer Mitarbeiter. Mit einem leistungsfähigen System zu arbeiten, vereinfacht viele Abläufe – und hebt unsere Performance auf ein neues Niveau.

IT-Sicherheit als Voraussetzung für Zuverlässigkeit

Die Digitalisierung von Prozessen muss stets mit einer Stärkung der Cybersecurity einhergehen. BEL hat in Lösungen zum Schutz von Daten sowie in die Schulung der Mitarbeitenden investiert, mit dem Ziel, Risiken zu reduzieren und die operative Kontinuität sicherzustellen. Wir haben Zeit und Ressourcen darauf verwendet, unser Team so auszubilden, dass es mit maximaler Sicherheit arbeiten kann – zum Schutz der eigenen Tätigkeit ebenso wie der unserer Partner.

Wir sind uns bewusst, dass IT-Sicherheit heute ein entscheidender Faktor für die Bewertung der Zuverlässigkeit eines Lieferanten ist: Der Schutz von Daten und Informationen bedeutet zugleich, die Projekte unserer Kunden und die Zukunft ihres Geschäfts zu sichern.

Erneuerbare Energie und operative Kontinuität

Das Engagement für Nachhaltigkeit zeigt sich selbstverständlich auch in den energiebezogenen Entscheidungen eines Unternehmens. Nach der Inbetriebnahme unserer Photovoltaikanlage im Jahr 2012 haben wir uns bewusst entschieden, weiterhin auf diese Technologie zu setzen, und für 2026 ein Revamping unserer Anlagen geplant, um Effizienz und Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern.

Diese Art von Investition trägt dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren und unsere Tätigkeit nicht nur in der Produktion, sondern auch im Hinblick auf das Wohlbefinden des Landes, in dem wir aufgewachsen sind, verantwortungsvoller zu gestalten. Wir kümmern uns um unsere Strukturen, um unsere Partner in einem angenehmen Umfeld willkommen zu heißen: Für unsere Kunden ist das wichtig, denn es bedeutet, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das langfristig plant und alles dafür tut, Kontinuität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Ein Blick in die Zukunft durch Ausbildung und Kompetenzaufbau

Langfristig Wert zu schaffen bedeutet auch, in die Kompetenzen von morgen zu investieren. Aus diesem Grund haben wir bei BEL die Zusammenarbeit mit technischen Oberschulen und Fachschulen ausgebaut, indem wir unser Unternehmen für Besuche von Schülern geöffnet und Gelegenheiten für Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen geschaffen haben.

Diese Initiativen ermöglichen es jungen Menschen, sich der Produktionswelt anzunähern, und dem Unternehmen zugleich, zur Entwicklung von Kompetenzen beizutragen, die für die Zukunft der Branche von Bedeutung sind. Einen Produktionsstandort zu besichtigen und mit den Menschen zu sprechen, die dort seit Jahren arbeiten, ist der beste Weg, auch spezialisierte Berufsbilder kennenzulernen und neue Interessen zu entdecken.

Warum haben wir all diese Maßnahmen in unserem Unternehmen umgesetzt?
Weil sie alle auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind: unsere Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern, um einen Service zu bieten, der immer effizienter, zuverlässiger und konsequenter auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt ist – und ihre Erwartungen übertrifft. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Innovation ein konkretes Instrument ist, um starke und langfristige Beziehungen aufzubauen – Etikett für Etikett.

Aus dieser Erfahrung heraus ist das Easy LaBEL System entstanden – ein All-inclusive-System, mit dem wir den gesamten Prozess der Entwicklung und Produktion Ihrer Etiketten steuern, Sie begleiten und Ihnen für jedes Etikett garantieren:

  • Beratung und technische Unterstützung
  • Auswahl und Test geeigneter Materialien
  • Flexibilität und maximale Individualisierung
  • Optimierung Ihrer Beschaffungsprozesse
  • System zur Kontrolle und zum Management von Nichtkonformitäten

„Manchmal stimmt etwas nicht ganz, aber ein Wechsel wäre schwierig: einen neuen Anbieter testen und Versuche durchführen … und vor allem möchte ich kein Risiko eingehen.“

„Solange es keine ernsthaften Probleme gibt, bleiben wir lieber beim bisherigen Lieferanten.“

„Wie kann ich sicher sein, dass ein anderer Anbieter besser arbeitet als der, den ich bereits habe?“

Sind auch Sie mit Ihrem Etikettenlieferanten nicht besonders zufrieden und haben sich einige dieser Fragen schon einmal gestellt? Dann ist es wahrscheinlich an der Zeit, über einen Wechsel nachzudenken.

Aber ist das wirklich ein so kritischer Schritt für Ihr Unternehmen? Das kann er sein – allerdings nur, wenn Sie keinen Partner wählen, der Ihnen die Arbeit tatsächlich erleichtert.

Es gibt einen bestimmten Moment, in dem Sie einen neuen Etikettenlieferanten testen können, ohne Ihre Arbeitsabläufe oder Produktionsrhythmen auf den Kopf zu stellen …

Die Kosten des Nicht-Handelns

Eine in der Schweizer Fachzeitschrift MQ Management und Qualität veröffentlichte Studie hat eine überraschende Zahl ans Licht gebracht: Probleme, die mit Ineffizienzen und Schwachstellen in der Etikettierung zusammenhängen, kosten produzierende Unternehmen im Durchschnitt mehr als 1,1 Millionen Euro pro Jahr. Die Daten stammen aus einer Untersuchung, an der europäische und amerikanische Unternehmen beteiligt waren. Die Befragten gaben an, dass sie ihre Produktion bei einem etikettenbezogenen Problem im Schnitt mehr als eine Stunde unterbrechen müssen – und dass solche Vorfälle durchschnittlich sechs Mal pro Jahr auftreten.

Sie können leicht berechnen, welche Verluste entstehen, wenn Ihre Produktion stillsteht. Natürlich kann das aus unterschiedlichen Gründen passieren. Doch auch eine ineffiziente Etikettierung kann eine der Ursachen sein. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig gegenzusteuern – sonst riskieren Sie, stillzustehen, während Ihre Wettbewerber vorankommen.

Der Etikettenmarkt ist alles andere als statisch – im Gegenteil: Er entwickelt sich sehr dynamisch. Ständig kommen neue und leistungsfähigere Materialien, besser geeignete Klebstoffe, wichtige Zertifizierungen, fortschrittliche Drucktechnologien und nachhaltigere Lösungen auf den Markt. Die Liste ließe sich nahezu unbegrenzt fortsetzen.

Bei einem Lieferanten zu bleiben, der Sie nicht wirklich zufriedenstellt, kann bedeuten, stehen zu bleiben, während sich der Markt weiterentwickelt. Doch es ist nicht immer einfach, neue Lösungen auszuprobieren.

Wann ist also der beste Zeitpunkt, einen neuen Partner für die Entwicklung und Produktion Ihrer Etiketten zu testen? Wenn Sie gerade dabei sind, eine neue Produktlinie auf den Markt zu bringen.

In diesem Fall organisieren Sie Ihre Produktion praktisch von Grund auf neu und können daher auch mehr Spielraum für neue Lösungen nutzen – etwa, indem Sie dem Markt eine Verpackung mit einem anderen Look & Feel anbieten als jenes, das Ihre Kunden bisher kennen.

Die Einführung einer neuen Produktkategorie ist der richtige Moment, um sich umzusehen und neue Lösungen für Ihre Arbeit zu entdecken: Etiketten sind ein zentraler Faktor für Ihre Produktivität, und jede Verbesserung bei ihrer Herstellung oder Anwendung kann sich in einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern verwandeln.

Haben Sie Angst, den Lieferanten zu wechseln? Damit sind Sie nicht allein. Aber genau das kann Sie ausbremsen.

Es gibt verschiedene Einwände, die Unternehmen davon abhalten, ihren Etikettenlieferanten zu wechseln. Hier sind die häufigsten:

“Ein Wechsel ist zu kompliziert oder zu riskant.”

Das muss nicht so sein. Wenn Sie sich auf einen erfahreneren Lieferanten verlassen, lässt sich das Risiko für Ihre Abläufe deutlich reduzieren. Bei BEL begleiten wir Sie zum Beispiel mit maßgeschneiderten Bemusterungen und Qualitätskontrollen, um genau die Lösung zu finden, die Ihre Produktion effizienter macht.

“Unsere aktuellen Etiketten funktionieren insgesamt zufriedenstellend.”

Zwischen „funktioniert“ und „ist optimal auf meine Anforderungen abgestimmt“ besteht ein großer Unterschied – besonders dann, wenn Ihre Produktion hohe Stückzahlen umfasst: Schon kleine Verbesserungen bei Leistung oder Durchlaufzeiten können zu erheblichen Einsparungen und zu weniger operativem Aufwand führen.

“Wir möchten die Einheitlichkeit unseres Packagings nicht gefährden.”

Dieses Risiko besteht praktisch nicht, denn es ist möglich – und notwendig –, Farbabgleiche und registergenaue Bemusterungen durchzuführen, um eine perfekte Übereinstimmung zwischen den Farben Ihres Packagings und denen Ihrer neuen Etiketten zu gewährleisten. Und manchmal kann auch ein Rebranding des Produkts Ihren Verkäufen einen wichtigen Impuls geben und Ihnen helfen, neue potenzielle Kunden zu erreichen, die Ihre Marke bisher noch nicht kennen.

Haben Sie sich in einem oder mehreren dieser Einwände wiedererkannt?

Bei BEL liegt uns die Sicherheit und Gelassenheit unserer Partner besonders am Herzen. Das bedeutet auch, den Wechsel von einem anderen Lieferanten zu uns so einfach wie möglich zu gestalten.

Wir wissen, dass es für Unternehmen nicht leicht ist, neue Etikettenlösungen zu testen. Deshalb gehen wir Schritt für Schritt vor:

  • Wir bitten Sie um einige Ihrer bestehenden Etiketten zur Analyse.
    Oft genügen bereits 15 bis 20 Muster, um wichtige Merkmale wie Zwischenraum, Klebstoff und Material zu prüfen.
  • Wir informieren uns über Ihr Produkt und Ihre Abläufe.
    Wir klären zum Beispiel, in welcher Produktionsphase die Etiketten aufgebracht werden, ob sie auf feuchten, warmen oder kalten Oberflächen haften müssen und welche Prozessschritte die etikettierten Produkte bis zu Verpackung, Versand und Lagerung durchlaufen.
  • Wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung.
    Dabei prüfen wir unter anderem, ob sich Materialien und Formate Ihrer Etiketten vereinheitlichen lassen, um auch Ihre Beschaffung zu optimieren.
  • Wir entwickeln ein eigenes Muster, das gezielt darauf ausgerichtet ist, Effizienz, Funktionalität und ästhetische Wirkung Ihrer Etiketten zu verbessern.
  • Wir erfassen Ihre Etiketten präzise in unseren Systemen, damit alle wichtigen technischen Informationen jederzeit verfügbar sind und wir bei Bedarf neue Etiketten für Sie entwickeln können, mit denen sich Materialien, Formate und die gesamte Handhabung weiter optimieren lassen.

Was passiert danach? In der Regel stellen Unternehmen, die die Qualität von BEL ausprobieren, schnell fest, dass sie mehr als zufrieden sind – und fragen sich oft: „Warum haben wir BEL nicht schon früher kontaktiert?“

Sind Sie sicher, dass Sie heute bereits das volle Potenzial Ihrer Etiketten ausschöpfen?

Stellen Sie uns auf die Probe: Wir haben das Easy LaBEL System entwickelt und erprobt – ein All-inclusive-System, mit dem wir unsere Partner in jeder Phase begleiten und für jedes Etikett garantieren:

• Beratung und technische Unterstützung
• Auswahl und Test geeigneter Materialien
• Flexibilität und maximale Individualisierung
• Optimierung der Beschaffungsprozesse unserer Kunden
• System zur Kontrolle und zum Management von Nichtkonformitäten.

In der Etikettierung für Lebensmittel, Pharma und Kosmetik ist die Wahl der Druckfarbe ein besonders entscheidender Faktor: Sie gilt als zentraler Indikator für die Sicherheit und Konformität der Verpackung. In diesem Kontext stellen migrationsarme Druckfarben eine der technologisch fortschrittlichsten Lösungen für Lebensmittelverpackungen und anderen besonders sensiblen Produkten dar.

Auch wenn Sie mit dieser Art von Farben bereits vertraut sind, wissen Sie möglicherweise nicht, dass sich ihre Performance – insbesondere im Digitaldruck – durch den Einsatz von Stickstoff deutlich verbessern lässt.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr!

Was sind migrationsarme Druckfarben und warum sind sie für Etiketten so wichtig?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei migrationsarmen Druckfarben um speziell entwickelte Formulierungen, die darauf ausgelegt sind, den Übergang chemischer Bestandteile von der bedruckten Fläche des Etiketts auf das verpackte Produkt auf ein Minimum zu reduzieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Druckfarben, die Photoinitiatoren oder potenziell mobile Additive enthalten können, sind migrationsarme Druckfarben so konzipiert, dass sie ausschließlich Substanzen mit geringem Migrationspotenzial enthalten.

Sie enthalten beispielsweise größere Photoinitiatoren, die aufgrund ihrer Molekülstruktur leichter in der Oberfläche des Bedruckstoffs gebunden werden können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Migration potenziell kritischer Stoffe innerhalb der von den europäischen Vorschriften festgelegten Sicherheitsgrenzwerte bleibt. Es ist wichtig zu wissen, dass lediglich Glas, Aluminium und Weißblech als vollständig sichere Barrieren gegen die Migration von Druckfarben gelten. Mit Low-Migration-Druckfarben kann jedoch auch bei Verpackungen aus anderen Materialien der Stoffübergang wirksam reduziert oder verhindert werden.

Dieser Aspekt ist insbesondere bei Lebensmitteletiketten von zentraler Bedeutung. Hier betrifft das Risiko nicht nur die chemische Sicherheit, sondern auch die wahrgenommene Qualität sowie die organoleptischen Eigenschaften des Produkts: Eine unerwünschte Migration kann Geruch und Geschmack beeinträchtigen und zudem zu Nichtkonformitäten führen. Aus diesem Grund werden Low-Migration-Druckfarben häufig für Etiketten von Wurst- und Fleischwaren, Molkereiprodukten, Getränken und generell für Verpackungen eingesetzt, bei denen das Produkt über einen längeren Zeitraum in einer geschlossenen Umgebung verbleibt. Auch bei fetthaltigen Produkten ist ihr Einsatz besonders relevant, da Fette Photoinitiatoren anziehen können.

Die Rolle von Stickstoff bei der Polymerisation der Druckfarbe

Im UV-Druck – insbesondere im digitalen UV-Druck – härtet die Druckfarbe durch einen Prozess aus, der als photochemische Polymerisation bezeichnet wird. Ultraviolettes Licht aktiviert die in der Druckfarbe enthaltenen Photoinitiatoren, die die Bildung eines festen Polymernetzwerks in Gang setzen. Der in der Luft vorhandene Sauerstoff kann diesen Prozess jedoch stören, ihn verlangsamen und eine vollständige Vernetzung verhindern.

Genau hier setzt der Einsatz von Stickstoff an. Wird Stickstoff in die Aushärtungszone eingebracht, sinkt die Sauerstoffkonzentration rund um die Druckfarbe während der UV- Belichtungdrastisch. In einer inerten Atmosphäre läuft die Polymerisationsreaktion schneller und vollständiger ab – es entsteht eine dichtere und chemisch stabilere Farbschicht.

Für migrationsarme Druckfarben ist dieser Schritt entscheidend: Eine unvollständige Polymerisation kann dazu führen, dass im Farbfilm ungebundene Moleküle verbleiben, die im Laufe der Zeit migrieren können. Stickstoff erhöht hingegen den Vernetzungsgrad und minimiert den Anteil potenziell mobiler Rückstände. Damit sinkt zugleich das Risiko, dass Bestandteile der Druckfarbe vom Etikett auf das verpackte Lebensmittel übergehen.

Was passiert, wenn die Stickstoffreinheit nicht ausreicht?

Damit die Polymerisation migrationsarmer Druckfarben zuverlässig funktioniert, muss die Atmosphäre nahezu vollständig sauerstofffrei sein. Sinkt die Stickstoffreinheit unter Werte von etwa 99 %, kann der verbleibende Sauerstoff die UV-Reaktion erneut beeinträchtigen. Das führt in der Praxis zu einer weniger effizienten Aushärtung – und damit zu einem erhöhten Migrationspotenzial.

Aus produktionstechnischer Sicht kann dies nicht nur ein Risiko in Bezug auf die Konformität darstellen, sondern auch zu Geruchsproblemen, einer weniger widerstandsfähigen Oberfläche sowie zu einer höheren Empfindlichkeit des Farbfilms gegenüber Lösungsmitteln und Fetten in verpackten Lebensmitteln führen.

Wie wird ein Stickstoffgenerator in den Etikettendruck integriert?

In digitalen Drucklinien für migrationsarme Etiketten wird Stickstoff über einen dedizierten Generator bereitgestellt: Er trennt Stickstoff aus der Druckluft ab und führt ihn gezielt in die Aushärtungszone. Spezielle Sensoren überwachen kontinuierlich die Atmosphärenzusammensetzung im Druckprozess und stellen sicher, dass der Sauerstoffgehalt während des gesamten Ablaufs ausreichend niedrig bleibt.

Im digitalen UV-Druck wird die Druckfarbe in sehr dünnen Schichten aufgetragen und sofort ausgehärtet. Das macht den Prozess äußerst effizient, aber zugleich empfindlicher gegenüber Sauerstoffinhibition als Verfahren wie Offsetdruck oder klassische Flexodruckprozesse, bei denen die Trocknung über längere Zeiten erfolgen kann. Erst das Zusammenspiel aus kontrollierter Atmosphäre, Druckfarbenchemie und Prozesspräzision ermöglicht digitale Etiketten, die tatsächlich für den Kontakt mit Lebensmitteln – auch fetthaltigen – geeignet sind, ohne Migrationsrisiken.

Bei BEL hat die Sicherheit unserer Etiketten höchste Priorität – insbesondere, da wir über umfassende Erfahrung in komplexen und stark regulierten Anwendungen wie dem Lebensmittelbereich verfügen. Wir optimieren unsere Prozesse kontinuierlich und haben kürzlich einen Stickstoffgenerator in unsere digitale Druckmaschine integriert, um die einwandfreie Verarbeitung unserer zertifizierten migrationsarmen Druckfarben sicherzustellen.

Dank dieser Anlage können wir sichere und qualitativ hochwertige Etiketten für Lebensmittelverpackungen gewährleisten, gleichzeitig Abfälle reduzieren und Ressourcen effizienter nutzen.

Möchten Sie mit einem Partner zusammenarbeiten, der Fachkompetenz, fundiertes Know-how und modernste Technologien für Ihre Etiketten vereint?

Kontaktieren Sie uns und lernen Sie unsere exklusive Arbeitsmethode kennen: das Easy LaBEL System – ein All-Inclusive-System, mit dem wir den gesamten Prozess der Etikettenentwicklung und -produktion vollständig steuern.

Dank des Easy LaBEL Systems garantieren wir für jedes Etikett nicht nur die Einhaltung der vereinbarten Termine, sondern auch:

• Beratung und technische Unterstützung
• Auswahl und Prüfung geeigneter Materialien
• Flexibilität und maximale Individualisierung
• Optimierung der Beschaffungsprozesse unserer Kunden
• Systematische Kontrolle und Management von Nichtkonformitäten

Jedes Produkt hat seine eigenen Eigenschaften und spezifischen Anforderungen.

Gerade bei Lebensmitteln – insbesondere bei typischen regionalen Spezialitäten – muss das Etikett sorgfältig entwickelt werden, um das Produkt bestmöglich zur Geltung zu bringen und seine Qualität auf den ersten Blick erkennbar zu machen.

Das Projekt, das wir bei BEL für das Tiroler Unternehmen Berg Bauer realisiert haben – ein Hersteller regionaler Feinkostspezialitäten – hatte genau dieses Ziel: Ein Etikett zu entwickeln, das sehr präzise technischen und funktionalen Anforderungen entspricht und das ein perfektes Gleichgewicht zwischen Lesbarkeit, Wiedererkennbarkeit und Funktionalität darstellt.

Bergbauernschinken: Ein Etikett, das sich dem Produkt anpasst

Die Zusammenarbeit zwischen BEL und Berg Bauer begann im Jahr 2020.

Seitdem wurden mehrere Etikettierprojekte umgesetzt und stets mit einem klaren Ziel: Das Unternehmen mit Etikettenlösungen zu unterstützen, die seinen produktiven und kommerziellen Anforderungen voll und ganz gerecht werden.

Berg Bauer wurde 1994 von Martin Hirner gegründet, mit der Idee, Käsereien und landwirtschaftliche Betriebe professionell bei der Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte zu unterstützen. Das Unternehmen bewahrt die traditionellen Rezepte seiner hochwertigen Spezialitäten und bringt sie mit moderner Technologie auf den Markt.

Zu diesen Spezialitäten zählt auch der Bergbauernschinken – ein marinierter Schinken vom Schwein, verfeinert mit einer Auswahl aromatischer Gewürze und über Buchenholz geräuchert. Der Schinken wird vakuumverpackt und unter Kühlung gelagert.

Die Anforderung des Unternehmens war die Entwicklung eines Etiketts, das mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt:

  • Es sollte sich optimal an die Form des Schinkens anpassen..
  • Es musste auch auf einer feuchten Folienoberfläche zuverlässig haften.
  • Und selbstverständlich sollte es die Marke klar erkennbar machen – mit einer exzellenten grafischen Qualität, die Tradition und Premium-Charakter vermittelt.

Die BEL-Lösung:

Wie immer begann unser Prozess mit einer gründlichen Analyse der Anfrage unter Berücksichtigung der Produktions- und Lagerbedingungen des Produkts sowie aller technischen Anforderungen.

  • Wir haben die Form und Oberfläche des Produkts genau untersucht, um ein Etikett zu entwerfen, das sich dem Berg Bauer Schinken perfekt anpasst, ohne Falten zu bilden oder sich zu lösen.
  • Wir haben ein Material ausgewählt, das Feuchtigkeit standhält und auch unter kritischen Bedingungen eine zuverlässige Haftung garantiert.
  • Anschließend testeten wir verschiedene Optionen, bis wir die Lösung fanden, die Ästhetik, Funktionalität und Beständigkeit ideal miteinander verbindet.

Das Ergebnis ist ein Etikett, das die Erwartungen des Kunden vollständig erfüllt und das Produkt durch seine Qualität und Optik aufwertet.

Um Risiken zu minimieren und dem Kunden maximale Sicherheit zu geben, haben wir kostenlose Muster bereitgestellt – ein Service, der Teil unseres Easy LaBEL System® ist, des exklusiven Entwicklungs- und Produktionsprozesses, den wir bei allen Kundenprojekten anwenden.

Berg Bauer konnte so im Voraus die Qualität der ausgewählten Materialien und deren Druckergebnis prüfen. Die Muster wurden fristgerecht, auch bei dringenden Anfragen, geliefert und erwiesen sich vom ersten Moment an als perfekt in Haftung und Druckqualität.

Dank dieses Projekts erhielt unser Kunde ein maßgeschneidertes, widerstandsfähiges und zuverlässiges Etikett – genau das, was er brauchte, um seinen Bergbauernschinken optimal zu präsentieren.

Möchten auch Sie die Effizienz des Easy LaBEL System erleben? Dieses Arbeitssystem umfasst für Sie immer:

  • Beratung und Assistenz
  • Auswahl und Test der Materialien
  • Flexibilität und maximale Personalisierung
  • Optimierung der Einkaufsprozesse
  • Kontroll- und Managementsystem bei Nichtkonformitäten.

In einem Unternehmen sind alle Arbeitsphasen miteinander verknüpft – und selbst das, was auf den ersten Blick wie ein einfaches Etikett erscheint, ist in Wirklichkeit weit mehr als ein Detail im gesamten Produktionsfluss. Wenn das Etikett nicht rechtzeitig oder nicht in der benötigten Menge verfügbar ist, kann es die gesamte Lieferkette zum Stillstand bringen.

Unternehmen, die mit verderblichen Produkten, geplanten Markteinführungen oder strengen Vorschriften – wie im Lebensmittelbereich – arbeiten, wissen genau: Werden die Zeitvorgaben nicht eingehalten, besteht ein reales Risiko, dass daraus verschiedenste Probleme entstehen.

Hier erfahren Sie, was passieren kann, wenn Ihr Etikettenlieferant aufgrund unvorhergesehener Ereignisse oder mangelhafter Planung die vereinbarten Termine nicht einhält und wie Sie sich wirksam davor schützen können.

Produktionsverzögerungen und Linienstopps

Die Produktion ist untrennbar mit einem präzisen Materialfluss verbunden.

Wenn die Etiketten für Ihre Produkte nicht rechtzeitig eintreffen, kommt die gesamte Linie zum Stillstand. Und wenn versehentlich falsche Etiketten geliefert werden, sollte man eines unbedingt vermeiden: die Verwendung provisorischer oder unvollständiger Etiketten, während man auf die richtige Lieferung wartet – denn das bedeutet, ein erhebliches Risiko von Nichtkonformitäten einzugehen.

Das Problem entsteht oft schon im Vorfeld: Der Zeitaufwand für die Freigabe von Layouts, die Inhaltsprüfung oder den Erhalt der freigegebenen Musteretiketten wird häufig unterschätzt. Wenn eine Bestellung erst kurz vor Produktionsbeginn aufgegeben wird, kann jedes Hindernis – selbst ein kleines – schnell zu einem Engpass werden.

Fehler im Etikettenentwurf: Die Kontrolle liegt in Ihrer Verantwortung

Wenn Sie den Entwurf eines Etiketts erhalten, sollten Sie nicht automatisch davon ausgehen, dass jedes Detail korrekt ist. Auch wenn die Etikettendruckerei mit großer Sorgfalt arbeitet, liegt die endgültige Prüfpflicht beim Kunden – also bei Ihrem Unternehmen. Denn nur Sie wissen genau, welche Informationen angegeben werden müssen, wie groß die Markenlogos erscheinen sollen, welche Schriftgrößen vorgeschrieben sind und welche weiteren Parameter eingehalten werden müssen.

Aus diesem Grund findet sich auf den Freigabeunterlagen der Hinweis „Gesehen und zum Druck freigegeben“ – ein Zeichen dafür, dass der Entwurf vom Auftraggeber geprüft und freigegeben wurde und die Druckerei somit zum Druck autorisert ist.

Haben Sie die Lesbarkeit überprüft? Sind alle Pflichtangaben vorhanden? Ist die Grafik gemäß Ihren Vorgaben aktualisiert? Sind Mengenangaben, Barcodes und Nährwertdeklarationen korrekt und stimmig?

Oft wird – aus Zeitdruck – eine Freigabe erteilt, ohne die Etiketten gründlich zu prüfen. Doch jeder übersehene Fehler kann zu einer Nichtkonformität führen.

Und eine Korrektur im Nachhinein, also wenn der Druck bereits läuft, ist deutlich teurer – im schlimmsten Fall müssen Produkte sogar aus dem Handel zurückgerufen werden.

In stark reglementierten Branchen wie Lebensmittel, Kosmetik oder Pharma ist das Etikett zugleich ein rechtlich relevantes Dokument. Es muss präzise und aktuelle Informationen enthalten, die mit den geltenden Branchenvorschriften und den kommerziellen Unterlagen übereinstimmen.

Ein unvollständiges oder fehlerhaftes Etikett kann schwerwiegende Folgen haben:

  • Geldstrafen bei Kontrollen,
  • Zollstopps bei Exporten,
  • Rückrufe aus dem Handel,
  • rechtliche Auseinandersetzungen mit Vertriebspartnern.

Enge Zeitpläne erschweren häufig eine sorgfältige Kontrolle – doch es ist unerlässlich, ausreichend Bearbeitungszeit einzuplanen, damit alle Abteilungen, vom Qualitätsmanagement über das Marketing bis zur Rechtsabteilung, ihren Beitrag leisten können.

Das Problem wird besonders kritisch, wenn die Druckfreigabe in letzter Minute oder sogar verspätet erfolgt. Dann bleibt kein Spielraum mehr für Korrekturen, Prüfungen oder Anpassungen . Und das Risiko, dass sich Fehler auf den Etiketten einschleichen, steigt erheblich.

Auch Änderungen der Bestellmengen kurz vor dem Druck können problematisch sein: Wenn Sie die benötigte Etikettenmenge kurzfristig erhöhen, steht möglicherweise nicht genügend Rohmaterial zur Verfügung, um den Bedarf zu decken. Denn die Etikettendruckerei beschafft ihre Materialien auf Basis der vereinbarten Spezifikationen.

Zusatzkosten, Eilaufträge und Effizienzverluste

Eine nicht rechtzeitig geplante Etikettenproduktion löst eine ganze Kette von Folgen aus: Die Freigabe neuer Entwürfe wird immer dringender, es müssen Kleinauflagen produziert werden, und häufig wird unter Zeitdruck, mit Überstunden oder außerplanmäßigen Lieferungen gearbeitet.

Ein nicht sorgfältig geprüftes Etikett kann zu Neudrucken, Materialverschwendung und Reklamationen führen. Im schlimmsten Fall kann es sogar eine bereits verpackte Produktion entwerten – das Produkt wird unverkäuflich. Auch Kundenunzufriedenheit oder Vertragsstrafen wegen irreführender Angaben sind mögliche Konsequenzen.

All diese Kosten wären vermeidbar, wenn der Auftrag frühzeitig gestartet und die Druckfreigabe ohne Zeitdruck und mit der nötigen Sorgfalt erfolgt wäre.

Testphasen einplanen

Sie haben ein neues Etikett entwickelt? Dann denken Sie daran: Sie müssen auch Zeit für Tests einplanen. Die Testphase ist entscheidend, um nicht nur die optische Qualität, sondern auch die technischen Leistungsmerkmale Ihres Etiketts zu prüfen.

Wer diesen Schritt überspringt, riskiert das Endergebnis.

Gerade in Branchen, in denen Produkte unter besonderen oder anspruchsvollen Bedingungen gelagert werden – etwa im Tiefkühlbereich oder in feuchten Umgebungen –, braucht die Etikettendruckerei ausreichend Zeit, um eine präzise Bewertung des Projekts vorzunehmen und die optimale Lösung vorzuschlagen.

Wie Sie Zeitpläne und Prüfprozesse optimal steuern

Natürlich kann es im Arbeitsalltag immer zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Doch mit einigen bewährten Vorgehensweisen können Sie die Produktion Ihrer Etiketten effizient und ohne unnötige Risiken steuern:

  • Fordern Sie den Druckentwurf mit ausreichendem Zeitpuffer an: Eine Druckfreigabe kurz vor dem Start einer großen Auflage ist keine gute Idee. Idealerweise sollte die Freigabe so früh erfolgen, dass alle vorbereitenden Schritte – Montage, Klischeeherstellung, Produktionsplanung, Material- und Verpackungsbeschaffung – rechtzeitig abgeschlossen werden können. Denken Sie daran: Produktion beginnt und endet nicht mit dem Druck. Es gibt vorgelagerte und nachgelagerte Phasen, für die ebenfalls technische Vorlaufzeiten eingeplant werden müssen.
  • Beschränken Sie Änderungswünsche auf das Notwendige, um Fehler zu vermeiden. Jede Änderung erfordert Zeit. Wenn Anpassungen wirklich nötig sind, bündeln Sie sie in einem Paket und übermitteln Sie diese gemeinsam an die Etikettendruckerei. So bleiben alle Daten übersichtlich und das Risiko von Fehlern wird minimiert. Mehrfache Änderungsmitteilungen verursachen unnötige Kontrollen, Zeitverlust und nicht aufholbare Verzögerungen.
  • Definieren Sie einen internen Freigabeprozess: Eine standardisierte Prüfroutine hilft, Unstimmigkeiten zu vermeiden.
    Wer überprüft die rechtlichen Angaben? Wer kontrolliert die Grafik? Wer gibt die kaufmännische Freigabe?
    Durch klare Verantwortlichkeiten wird sichergestellt, dass keine Prüfschritte ausgelassen werden – selbst eine einfache Checkliste kann teure Fehler verhindern!
  • Kommunizieren Sie klar mit Ihrem Lieferanten. Wenn der Entwurf unklar ist oder Zweifel an Farbe oder Textanordnung bestehen, fragen Sie nach.
    Der Druck darf niemals ohne schriftliche, eindeutige Freigabe starten.
    Sobald Sie Ihr „OK“ gegeben haben, gibt es kein Zurück mehr. Eine zusätzliche Frage heute ist besser als ein Nachdruck morgen.
  • Planen Sie wiederkehrende Aufträge im Voraus. Wenn Sie wissen, dass ein Produkt alle drei Monate nachgedruckt wird, zögern Sie nicht – lösen Sie den Auftrag frühzeitig aus. Eine erfahrene Etikettendruckerei hilft Ihnen, Mindestbestände, technische Durchlaufzeiten und Nachbestellpunkte zu definieren. So vermeiden Sie Zeitdruck und halten Ihre Lieferkette stabil.

Wie lässt sich vermeiden, dass unerwartete Ereignisse die Arbeit aus dem Gleichgewicht bringen? Die Antwort liegt in der Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern und in einem soliden organisatorischen System. Nur so lassen sich Verzögerungen abfedern, ohne die Produktion unter Druck zu setzen.

Wir bei BEL verfügen über ein herausragendes Know-how in der Entwicklung und Herstellung von Etiketten. Aus dieser Erfahrung ist das Easy LaBEL System entstanden – das komplett integrierte System, mit dem wir den gesamten Prozess der Etikettenerstellung organisiert, transparent und sicher für Sie abwickeln.

Dank des Easy LaBEL System garantieren wir für jedes Etikett nicht nur die Einhaltung der vereinbarten Zeitpläne, sondern auch:

  • Beratung und Assistenz;
  • Auswahl und Test der Materialien;
  • Flexibilität und maximale Personalisierung;
  • Optimierung der Einkaufsprozesse;
  • Kontroll- und Managementsystem bei Nichtkonformitäten.